Spazieren in der Natur (3.5.2017)

 

 In der heutigen Zeit gibt es gibt viele Möglichkeiten sich fortzubewegen. Gehen, laufen, schlendern, eilen, marschieren, flanieren, hopsen und noch viele weitere. Spazieren gehört auch dazu, jedoch hat sich diese Art der Bewegung uns Menschen im Sprachgebrauch mit etwas besonders angenehmen in Verbindung gebracht. 

 

Das heißt nicht, dass deswegen jeder Mensch gern spazieren geht oder dieses Wort als angenehm empfindet. Aber spazieren fehlt dieser Drang etwas erledigen zu müssen. Gut, auch ein Spaziergang wird oft davor geplant und dann durchgeführt. Aber in der Tätigkeit, ist man sich selbst überlassen wo die Reise hingeht und wie lange sie dauern wird.

Spazieren ist ein Stück Freiheit. Verbundenheit mit der Umgebung, im besten Fall der Natur. Horizont erweiternd, für Neues offen sein. Sich auf den Weg machen. Entdeckungen machen, Eindrücke sammeln, kleine Abenteuer erleben, Erkenntnisse finden. All dies und noch eine Menge mehr verpackt in einer banalen Wegstrecke außerhalb meiner vier Wände. 

 

Durch das Gehen setzen wir etwas in Bewegung. Und das ist nicht nur unser Körper, auch der Geist findet Gefallen daran und wird belebt. Manchmal einfach durch äußere Sinneseindrücke, die unsere Gedanken, Wörter und Bilder im Kopf kreisen lassen und wunderbare Gedankenverkettungen entstehen lassen. Manchmal auch durch bereits erlebte Situationen, welche uns nicht zur Ruhe kommen lassen und verarbeitet werden müssen. Ob gut oder schlecht, da unterscheidet unsere Gedankenzentrale nicht. Aber Bewegung hilft definitiv schneller zu verarbeiten, neue Perspektiven und Möglichkeiten zu befreien und abzuwägen um dadurch ein rastloses Thema abschließen oder erfolgreich fortsetzen zu können. 

Spazieren kann auch zur geistigen und seelischen Entspannung beitragen. Die Verkettung von wunderbaren Sinneseindrücken umschmeichelt unser Gehirn wohlig und angenehm. Naturgegebene Geräusche und Gerüche passieren unser strukturiertes Denkhirn und wirken wie Balsam auf unsere Gefühlsebene. Frische Luft in tiefen Atemzügen tut sein übriges zur raschen Erholung im oft stressigen Alltags.

 

Bei den ersten spontanen Spaziergängen ist man zumeist mit der eigenen Wegfindung beschäftigt, was unheimlich viel Denkkapazität benötigt und somit alle anderen Sorgen und Gedanken des Alltags aus unserem Kopf vertreibt. Mit jedem weiteren Spaziergang auf demselben Weg wird es für das Gehirn einfacher und gibt Möglichkeiten frei auf das bewusste Gehen zu achten. Den Bodenkontakt auskosten, den Wind genießen, die Sonne auf der Haut spüren. Auch hier sind wir wieder bei den Sinneseindrücken und der Entspannung. Vielleicht sogar bei der bewussteren Form von Entspannung, da man sie selber zusätzlich zur Herbeiführung auch noch auskostet. 

 

Mit diesem Text, der in Zusammenarbeit mit einem lieben Kollegen von mir aus der Schweiz (Thomas Dingler) entstanden ist, möchte ich Sie einladen selber hinauszugehen in die Natur. Ich selbst bin begeisterter Spaziergänger/Wanderer und versuche je nach Wetterlage mindestens einmal in der Woche einen mehrstündigen Ausflug in die Natur zu machen. 

Ich wünsche Ihnen dazu viele schöne Tage und angenehme Stunden beim Spazierengehen in der Natur. 

 

Ihr Mentalcoach,

 

Christoph Wudy